KAFFEEWISSEN · GÖTTERBOHNE MAGAZIN
Welches Wasser für Kaffee? Härte und Geschmack einfach erklärt
Wasser beeinflusst die Tasse stärker, als viele denken. So prüfst du Härte, Frische und Geschmack.
Kaffee besteht zum größten Teil aus Wasser. Wenn dieselben Bohnen zu Hause anders schmecken als anderswo, kann deshalb auch das verwendete Wasser eine Rolle spielen. Du musst dafür nicht sofort Spezialwasser kaufen: Ein einfacher Vergleich bringt oft mehr.
Warum Wasser den Geschmack verändert
Mineralstoffe im Wasser beeinflussen, wie sich Geschmacksstoffe beim Brühen lösen und wie du sie wahrnimmst. Sehr hartes, kalkhaltiges Wasser kann die Tasse stumpfer wirken lassen und Maschinen stärker verkalken. Stark gechlortes oder unangenehm riechendes Wasser ist für guten Kaffee ebenfalls ungünstig.
Härte am Wohnort prüfen
Die Wasserhärte erfährst du beim örtlichen Versorger oder mit einem geeigneten Test. Diese Angabe ist hilfreicher als ein pauschaler Tipp zu „gutem“ oder „schlechtem“ Leitungswasser. Für Geräte gilt zusätzlich die vom Hersteller empfohlene Wasserqualität; Filter und Entkalkung müssen dazu passen.
Ein Geschmackstest mit zwei Wässern
Bereite zweimal denselben Kaffee mit gleicher Bohnenmenge, gleichem Mahlgrad und gleicher Brühzeit zu. Ändere nur das Wasser: etwa frisches Leitungswasser und ein für Kaffee geeignetes gefiltertes Wasser. Probiere beide Tassen nebeneinander. Wenn du keinen Unterschied bemerkst, gibt es keinen Grund, dein Wasser allein aus Prinzip zu wechseln.
Frisch und sauber zubereiten
Nimm frisches Wasser und reinige Wasserbehälter und Kanne regelmäßig. Für Handfilter verwendet man heißes, nicht mehr sprudelnd kochendes Wasser. So verhinderst du, dass alte Rückstände den Vergleich verfälschen.
Häufige Frage
Brauche ich für Kaffee einen Wasserfilter?
Nicht grundsätzlich. Ein Filter kann bei sehr hartem oder geschmacklich auffälligem Wasser helfen. Entscheide nach Wasseranalyse, Geräteanleitung und einem direkten Geschmackstest.